Musicals

 

von Alain Boubil und Claude-Michel Schönberg

2007 (schweizerische Erstaufführung, Theater St. Gallen 

  • Rolle: Lesgles
  • Regie: Matthias Davids
  • Staging: Melissa King
  • Musikalische Leitung: Koen Schoots

 

Cast:

 

Jean Valjean Oskar Bly
Inspektor Javert Mathias Edenborn
Marius Jesper Tydén
Thenardier Kurt Schrepfer
Enjolras Ivar Helgason
Fantine Caroline Vasicek
Eponine Lucy Scherer
Cosette Eva Gullvag Aasgaard
Mme. Thenardier Sonja Atlas
Cosette als Kind Lélia Brigatti / Anja Kronig / Kim Lemmenmeier / Tiziana Pfiffner
Eponine als Kind Sabrina Bachmann / Kira Frischmann / Sari Scheibler / Sina Wider
Gavroche Mike Beglinger / Joshua Ottenbach / Joel Sturzenegger

Combeferre/
Bischoff von Digne/
Seemann/Trinker/
Zuhälter Frank Winkels
Feuilly/Polizist/
Bamatabois/ Trinker Rory Six
Courfeyrac/
ein Zuhälter/Trinker Sean Gerard
Grantaire/ Knecht/
Seemann/Trinker Oliver Arno
Lesgles/Polizist/
Seemann/Trinker Luciano Di Gregorio
Prouvaire/Arbeiter Cristian Joita
Joly/Trinker/Babet Chris Mostert
Bauer/Trinker/
Monteparnasse Andrzej Hutnik
Fabrikvorarbeiter/
Ms. Fauchelevant/
Brujon Frank Uhlig
Arbeiter/Tischgast Huberto Amin
Claquesous Paulo S. Medeiros
Major Domus Mauricio Arroniz

Arbeiterin/junge
Hure/Bettlerin Marion Furtner
Arbeiterin/Fabrik-
mädchen/Hure Leigh Martha Klinger
Arbeiterin/Hure
Haar-Lady/Bettlerin Mary Byrnes
Huren Manuela Pavel, Giere Povilaityté, Michaela Rüster
Bagatelle-Lady Annette Sassenhausen
Tischgast/Frau Doris Haudenschild, Elena Svetniskaya, Fiqerete Haziri-Ymeraj, Lucia Blazickova

Sinfonieorchester St. Gallen

 Inhalt:

Das Musical „Les Misérables“ erzählt die Geschichte zweier Männer, deren Schicksale während der Nachwirren der großen Französischen Revolution eng miteinander verbunden werden. Beide kommen aus elenden Verhältnissen.Javert glaubt fanatisch an Recht und Gesetz und will es um jeden Preis durchsetzen. Er ist Oberaufseher einer Sträflingsbrigade und bringt es im Laufe der Handlung zum Polizeiinspektor von Paris. Für Jean Valjean dagegen hat Gerechtigkeit nichts mit Gesetz zu tun. Er beging Mundraub, weil seine Nichte zu verhungern drohte und kam dafür fünf Jahre ins Sträflingslager. Als er sich gegen diese Ungerechtigkeit wehrte, waren das Ergebnis nur noch mehr Jahre Haft.
Bei seiner Entlassung auf Bewährung nach nunmehr 19 Jahren Haft stehen sich er und Javert das erste Mal gegenüber. Javert glaubt, dass jemand, der einmal das Gesetz gebrochen hat, es immer wieder tun wird. So schärft er Valjean ein, er möge ihn nie vergessen, da auch er die Nummer 24601 nie vergessen werde. Der Neuanfang Valjeans steht unter keinem guten Stern, da niemand jemandem mit einem Bewährungsschein einstellen will. Diesen jedoch muss jeder entlassene Sträfling bei sich führen und ist dadurch sofort als solcher erkennbar. Überall wird Valjean weggeschickt, nur der Bischof von Digne nimmt ihn vorbehaltlos auf und sieht ihm auch den Diebstahl nach, den Valjean in seiner Wut und Verzweiflung begeht.
Valjean beschließt, eine neue Identität anzunehmen und ein neues gutes Leben zu beginnen. Er arbeitet sich zum Fabrikanten hoch und trägt nun die Verantwortung für viele Leben. Schnell lernt er, dass sein neues Leben als Monsieur Madeleine auch neue Fehlermöglichkeiten bietet. So entlässt er die Fabrikarbeiterin Fantine, weil die anderen Arbeiterinnen sie anschwärzen. Fantine hatte verborgen, dass sie ein uneheliches Kind besitzt und gilt damit als leichtes Mädchen. Der Vorarbeiter jagt sie fort. Nicht lange darauf trifft Valjean, inzwischen Bürgermeister des Städchens Montreuil-sur-Mer, erneut auf Fantine. Durch ihre Entlassung in Not geraten, ist sie, um die Pflege ihres Kindes bezahlen zu können, nun wirklich ein leichtes Mädchen, eine Prostituierte, geworden. Weil sich Fantine gegen einen brutalen Freier wehrt, kommt sie nun auch noch mit dem Gesetz in Konflikt. Javert kennt kein Erbarmen und nimmt sie fest. Valjean kommt hinzu. So kommt es zur Konfrontation zwischen Fantine und Valjean auf der einen Seite – Valjean erkennt seinen Fehler und nimmt sich Fantines und nach ihrem Sterben auch ihres Kindes an. Auf der anderen Seite stehen auch Javert und Valjean einander erneut gegenüber, ohne dass Javert Valjean zunächst erkennt. Als Valjean jedoch erfährt, dass ein Unschuldiger wegen ihm verhaftet wurde, hält er diese Ungerechtigkeit nicht aus und gibt sich zu erkennen. In einem Zweikampf schlägt er Javert nieder und flieht, verfolgt vom Hass des unbedingten Vertreters von Recht und Gesetz.
Jahre, nachdem Valjean mit der kleinen Cosette, die er von korrupten Pflegeeltern freikaufte, in Paris untergetaucht ist, kommt auch Javert nach Paris. Dort gerät er in die bürgerlichen Unruhen der Juli-Revolution von 1830. Auf den Barrikaden inmitten des aussichtslosen Gefechts der Studenten treffen Valjean und Javert aufeinander. Die Studenten haben Javert als Spitzel entlarvt und wollen ihn hinrichten. Valjean verlangt seine Auslieferung als Lohn für einen Dienst. In der Gewalt Valjeans erwartet Javert den Tod, aber Valjean lässt ihn laufen. Der Mann, der meinte, die Welt zu kennen und zu wissen, dass böse immer böse ist, versteht nicht. Den Schuss in den Rücken erwartend, flieht Javert. Als Valjean versucht, einen jungen Mann, den seine Ziehtochter Cosette liebt, zu retten, kommt es zur letzten Konfrontation von Javert und Valjean. Valjean bittet Javert um eine Stunde Aufschub. Er werde sich ihm stellen und seine Schuld bezahlen, sobald er den Verletzten nach Hause gebracht habe. Diesen treffe doch keine Schuld. Wider Erwarten stimmt Javert zu und handelt damit erstmals gegen seine Überzeugung. Letztlich jedoch kann er Valjeans Großmut und auch sein eigenes Handeln nicht überwinden und begeht Selbstmord. Valjean wäre nun frei zu leben, wie er will, aber er fürchtet den negativen Einfluss seiner Vergangenheit auf das Leben von Cosette und ihrem adeligen Bräutigam. Deshalb zieht er sich mit Zustimmung des Schwiegersohnes, der nicht ahnt, dass Valjean ihm das Leben gerettet hat, aus der Öffentlichkeit zurück und wartet auf sein Sterben. Doch Marius erfährt, dass Valjean sein Retter in der Not gewesen ist. Er will ihm danken und ihn zu sich ins Haus holen, sei er wer er sei. Valjean stirbt in den Armen seiner Tochter, bevor ihn Fantine und Eponine in die Welt der Toten führen. Einer, der so viel Gutes getan hat, hat dort nichts zu befürchten.

 

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